Wo viel Licht ist, gibt es auch viel Schatten

Stand: 20.01.2017

www.nachtwaechtervoneibensbach.de

 

"Nicht nur in literarischen Texten ist die Figur des Nachtwächters häufig mit der Rolle eines satirischen Kommentators auch des Regionalgeschehens verknüpft. Seine Außenseiterposition prädestiniert ihn geradezu dazu – ähnlich der Narrenfigur – als Mahner der Wahrheit aufzutreten, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten und auf diese Weise die Obrigkeit und die herrschenden Systeme zu kritisieren. Mit der Figur wird somit eine Umdeutung der eigentlichen Tätigkeit dieses Berufsstandes vollzogen: Der, der eigentlich für Ruhe und Ordnung sorgen soll, wird zum Aufrührer und Unruhestifter." So ist der "Nachtwächter von Eibensbach" einzuordnen."

1. Feststellung:

Der Landkreis Heilbronn ist in diesem Ranking von "Focus Money" bundesweit auf dem zweiten Platz gelandet. Keine andere Region beziehungsweise kreisfreie Stadt kam bei den sieben abgefragten Kriterien:

  • BIP-Wachstum,
  • Arbeitslosenquote,
  • Bevölkerungswachstum,
  • Bruttowertschöpfung,
  • Investitionen,
  • verfügbares Einkommen
  • Erwerbstätigenentwicklung,

anhand derer die Wirtschaftskraft verglichen wurde, auf eine bessere Gesamtplatzierung.

2. Fakten aus der Vergangenheit:

Das Zabergäu ist ein Teil des Landkreises und im Zabergäu liegt Güglingen mit seinen Ortsteilen Eibensbach und Frauenzimmern. Informationen aus der Vergangenheit am Beispiel von Eibensbach und später Güglingen:

2.1 Eibensbach: Ein kleines Dorf voller Gegensätze.

1970, Viel Schulden - aber die Gemeindekasse ist immer voll, schreibt die Heilbronner Stimme am Donnerstag, den 29.Oktober. "In den letzten sieben Jahren hat die Gemeinde pro Einwohner doppelt soviel investiert wie die Landeshauptstadt Stuttgart - im Durchschnitt jedes Jahr 525 000 Mark."

Quelle: HST

2.2 Güglingen, eine Stadt im Zabergäu

1984, acht Jahre nachdem der Staatsgerichtshof in Stuttgart sein Urteil im Normenkontrollverfahren gegen die Selbständigkeit von Eibensbach ausgesprochen hat und Eibensbach Stadtteil von Güglingen wurde, gab Bürgermeister Volk dieses Interview:

Quelle: HST

 

2.3 2015 jährt sich zum vierzigsten mal der "Todestag" des ehemaligen Dorfes Eibensbach. Eibensbach war 1975 ein Dorf, mit "intakter" Dorfstruktur.

Bei einer Einwohnerzahl 1973 von 725 Einwohner hatte das Dorf Eibensbach:

  • eine Poststelle

  • zwei Bankfilialen, die Kreissparkasse und die Volksbank

  • zwei Gaststätten, die Rose und der Felsenkeller

  • eine Metzgerei,

  • eine Metzgerei, teilweise geöffnet

  • eine Raiffeisen - Verkaufsstelle für landwirtschaftliches Zubehör

  • ein Vereinsheim - Gaststätte, Mittwoch, Samstag und Sonntag geöffnet

  • ein Rathaus, zeitweilig geöffnet

  • einen Arzt

  • ein Telefonhaus an der Kirche

und seine Firma Layher mit einer Feuerverzinkerei in Eibensbach. Heute hat die Firma in der Ochsenbacher Straße zwei Feuerverzinkereien, die im Tag- und Nachtbetrieb arbeiten.

Erst vor kurzem, als man hörte, dass der Nachtwächter aus Eibensbach kommt, sagte man ihm im Landkreis Heilbronn: "Ja um Himmels Willen, was hat denn Sie bewogen nach Eibensbach zu ziehen. Es gibt doch schönere Orte ..... und die Verkehrsverbindungen an die Stadtbahn etc , die fehlenden Querverbindungen für den notwendigen Besuch im Alter z. B. der Kliniken und Ärztezentren in Bad Friedrichshall, Heilbronn, Karlsruhe, Sinsheim, Bietigheim, Mühlacker .... Und wie ist es, wenn Sie im fortgeschrittenen Alter, ohne Auto, als Kassenpatient, gesagt bekommen, dass z. B. der früheste Termin zur Weiterbehandlung einer akuten Krankheit bei einem Facharzt etc., zur Zeit, in mindestens 25 Kilometer Entfernung, in 4 Wochen um z.B. um 15 Uhr 30 ist.

 Wie kommen Sie dann zu diesem vorgegebenen Termin und auch wieder zurück......? Zur Not gibt es ja Taxis.

Schmunzeln fällt mir, dem Nachtwächter, dazu ein, dass einmal ein Landrat gesagt hat, dass er mit dem Buss genau so schnell im Zabergäu war, wie mit dem Taxi.

 

3. Fakten aus der Gegenwart: Landrat weist Ungleichbehandlung von Güglingen im Landkreis zurück.

Am 21. Januar lese ich in der Heilbronner Stimme in einem Bericht von ihrem Redakteur Thomas Dorn: "In  seiner ( Landrat Piepenburg ) Antwort mit Datum 17. Januar, weist Detlef Piepenburg eine "vermeintliche Ungleichbehandlung" des Zabergäus innerhalb des Kreises zurück. "Ihre Kritik an der Infrastruktur verkennt, dass der Landkreis Heilbronn für viele der von Ihnen angegebenen Aspekte nicht der Aufgabenträger ist", so der Landrat. " Dennoch versuchen wir, diese Lücken bestmöglich zu schließen". Soweit der Auszug aus der HST.

 

4. Zusammenfassung:

Es ist schon seltsam wenn der höchste Vertreter des Landkreises, Landrat Detlef Piepenburg ( Er leitet das Landratsamt und vertritt den Landkreis nach außen. Außerdem ist er Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse) sagt: "Für viele der von Ihnen angegebenen Aspekte ist nicht der Landkreis der Aufgabenträger ...... Und gewählte MDL (auch von unserem Zabergäu gewählt)  sagen, dass sie sich nicht in Entscheidungen des Landkreises einmischen wollen. - Ja, wer soll dann etwas in Stuttgart für das Zabergäu erreichen, wenn nicht der höchste Vertreter unseres Landkreises ( Der Landkreis Heilbronn ist im Ranking von "Focus Money" bundesweit auf dem zweiten Platz gelandet.) unser Landrat. Der Nachtwächter fragt auch wer für die entstandenen Probleme in unserem Zabergäu in der Vergangenheit verantwortlich war und wer für Gegenwart und Zukunft unseres Zabergäus eintritt. Der Nachtwächter glaubt, dass das Zabergäu mit dazu beiträgt, dass der Landkreis bundesweit auf dem zweiten Platz gelandet ist.

Er unterstützt aus diesem Grund die Resolution des Gemeinderates, der kommunalpolitischen Vertretung der Bürger von Güglingen und ist enttäuscht, von den Menschen die nicht zu den "dunklen Ecken ihrer Erfolgsgeschichte" stehen und diese nicht ausleuchten wollen. Für diese dunklen Ecken allein Andere verantwortlich machen zu wollen, finde ich schäbig. Egal ob der Gemeinderat seinen Widerspruch aufrecht erhält oder nicht, es zeigt doch dem nicht informierten Leser, dass etwas im Zabergäu im Argen liegt. Nur zu sagen, dass eine Entscheidung beim Verwaltungsgericht viel Geld kostet ist kein Argument dafür die zweifellos bestehende Ungleichbehandlung für die Zukunft, im Interesse der Bürger, die hier wohnen, weiter zu dulden.

Oder muss der nächste, vom Kreistag gewählte Landrat, aus dem Zabergäu kommen ?

Das wird nicht einfach sein, den im Gegensatz zu den restlichen 14 Bundesländern, wo der Landrat von den Kreisbürgern gewählt wird, wird der Landrat von Schleswig Holstein und Baden Württemberg vom Kreisrat gewählt. Und das erklärt, nach Meinung des Nachtwächters von Eibensbach, wieso das Zabergäu ungleich behandelt wird.

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